Ein Rückstau im Keller entsteht, wenn das Abwasser aus dem öffentlichen Kanal oder dem eigenen Leitungssystem nicht abfließen kann und zurückgedrückt wird. In Braunschweig kann das vor allem bei starken Regenfällen oder verstopften Kanalleitungen passieren. Wer rechtzeitig vorsorgt, vermeidet teure Schäden.
Wie entsteht ein Rückstau?
Das öffentliche Kanalnetz in Braunschweig ist für normale Regenmengen ausgelegt. Bei Starkregen oder blockierten Abwasserkanälen steigt der Wasserdruck im Leitungsnetz. Sanitärobjekte, die unterhalb der sogenannten Rückstauebene liegen - also unter der Höhe des Gehwegs - sind dann besonders gefährdet. Wasser kann durch Toiletten, Bodenabläufe oder Waschmaschinenabflüsse im Keller eindringen.
Schutzmaßnahmen gegen Rückstau
- Rückstauklappe einbauen - schließt automatisch, wenn Wasser zurückdrückt
- Hebepumpanlage - pumpt Abwasser aktiv gegen den Druck in den Kanal
- Regelmäßige Wartung der vorhandenen Rückstausicherungen
- Bodenabläufe im Keller mit Absperrvorrichtungen sichern
Schritt-für-Schritt: Rückstau vorbeugen
- Rückstauebene des Hauses bestimmen (Unterkante der Straße vor dem Haus).
- Alle Sanitärobjekte unter dieser Ebene identifizieren.
- Fachbetrieb in Braunschweig beauftragen, geeigneten Rückstauschutz zu empfehlen.
- Rückstauklappe oder Hebepumpanlage einbauen lassen.
- Anlage jährlich warten - Wartungsintervalle laut Herstellerangabe einhalten.
Kosten und Versicherung
Der Einbau einer Rückstauklappe kostet je nach Aufwand ca. 300 bis 800 Euro, eine Hebepumpanlage kann deutlich mehr kosten. Prüfen Sie Ihre Gebäudeversicherung: Rückstauschäden sind nur dann gedeckt, wenn eine funktionierende Rückstausicherung vorhanden ist.
Häufige Fragen
Wer ist für den Rückstauschutz verantwortlich?
Als Eigentümer sind Sie selbst dafür verantwortlich, Ihr Haus gegen Rückstau aus dem öffentlichen Kanal zu schützen. Die Stadt Braunschweig haftet in der Regel nicht für Schäden durch Rückstau.
Muss eine Rückstauklappe gewartet werden?
Ja, mindestens einmal jährlich. Schmutz und Ablagerungen können die Klappe blockieren, sodass sie im Ernstfall nicht schließt. Regelmäßige Kontrolle ist Pflicht.
Was tun, wenn der Keller bereits unter Wasser steht?
Sofort die Hauptwasserleitung absperren, den Bereich nicht betreten wenn Strom vorhanden ist, und einen Notdienst für Rohrreinigung sowie die Versicherung verständigen.